Praktina – Kamerawerke Dresden

Auf dieser Website möchte ich Ihnen einen Zugang zu einer faszinierenden Kamera ermöglichen: der ersten als Systemkamera konzipierten und gebauten Spiegelreflexkamera der Welt, der Praktina.

Die Praktina wurde von 1953–1960 bei KW, Kamerawerke Dresden, später VEB Pentacon (DDR), gebaut.

Mit dem austauschbarem Sucher und dem Anschluss für einen Schnellaufzug, Feder- oder Elektromotor standen zahlreiche Erweiterungen bereit. Auch Stereofotografie oder der Einsatz einer 17-Meter-Filmrolle ist möglich.

Die Praktina ist voll mechanisch aufgebaut und sehr schwer – sie fühlt sich an, wie aus dem Vollen gefräst. Neben dem wechselbaren Prismensucher sitzt im Gehäuse noch ein einfacher, so genannter Sport-Sucher. Der Hauptsucher zeigt das Bild leider erst nach dem Spannen, die Kamera besitzt also keinen Rückkehrspiegel. Apropos spannen: manchmal „frisst“ meine Praktina dabei leider den einen oder anderen Film …

Um die Praktina nicht nur in der Praxis, sondern auch in der damals, 1960 geltenden Theorie kennenzulernen, habe ich das nebenstehend abgebildete Buch Praktina Technik, Erhard Loose und Werner Kühnel, Halle 1960 erworben.

Ich selbst besitze die Praktina seit etwa 1980 und seitdem tausende Bilder mit ihr fotografiert. Die Praktina ist sehr solide gebaut und kann von daher mit Fug und Recht als Kamera für’s ganze Leben bezeichnet werden.

Schon gemerkt? Ich bin Praktinafan!

 

Features der Praktina

  1. -keine integrierte Belichtungsmessung

  2. -Belichtungszeit mechanisch, 1s bis 1/1000s, kein Rückkehrspiegel

  3. -Gummituchverschluss, mechanisch mit Hemmwerk

  4. -mechanischer Selbstauslöser ~10s

  5. -Blitzbuchse auf der linken Gehäusevorderseite

  6. -Sucher mit einfacher Mattscheibe (wechselbar)

  7. -Drehaufzug rechts, Zählwerk

Praktina IIa mit Enna Super-Lithagon 2.5/35

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Praktina – erste System-Spiegelreflex-Kamera der Welt

Surftipp für Sammler: Alberto Taccheos Collector's Guide to Praktina System